Dienstag, 2. Juli 2013

*Rezension* Der 7. Tag - Nika Lubitsch



Titel: Der 7. Tag
Autor: Nika Lubitsch
ISBN: 978-3868824476
Seiten: 192
Verlag: mvg 
Preis: 8,99 €

Kurzbeschreibung
"Der 7. Tag" hat monatelang die Kindle-Bestsellerliste angeführt. Auf vielfachen Leserwunsch gibt es den hinterhältigen Kriminalroman mit unerwartetem Ausgang jetzt auch als Taschenbuch. Sybille und Michael sind ein glückliches Paar. Jetzt endlich erwarten sie ein Baby. Da verschwindet Michael spurlos. Sybille befindet sich mitten in einem Albtraum, aus dem es kein Erwachen gibt. Als ihr Mann erstochen aufgefunden wird, gibt es nur eine Verdächtige: seine Ehefrau. Die Anklage lautet auf Mord. Während Sybille vor Gericht den Ausführungen der Zeugen zuhört, zieht ihr gemeinsames Leben an ihr vorbei. Am siebenten Prozesstag erkennt Sybille plötz­lich die Wahrheit. Sie muss sie nur noch beweisen.

Meinung
Nachdem ich von „Der 7. Tag“ viele gute Eindrücke erhascht habe, war ich gespannt, wie der Krimi ist. Vom Aufbau wurde er klassisch beschrieben, d.h. Mord passiert, Person verhaftet, dann erst große Recherchen. Die Erzählstränge passen sich gut aneinander an, man kommt gut mit und kann sich in die einzelnen Personen hineinversetzen. Ich hatte zwar schon nach der Mitte ungefähr eine Vorahnung, wer der Mörder war, warum aber der Ehemann von Sybille verschwunden ist, blieb mir bis zum Schluß ein Rätsel. Der Spannungsbogen stieg kontinuierlich an und hielt sich bis zum Ende.

Dieses Buch ist in 2. Teile aufgebaut. Zum einen der 7. tägige Prozess mit Rückblenden, wie sie ihren Mann kennen gelernt hat und zum anderen ihre eigene Erzählung der letzten zwei Jahre seit dem Verschwinden ihres Mannes, welche sie dann im „Cosmos“ veröffentlichen lässt.

Die Charakteren haben sich im Laufe der Geschichte sehr gut entwickelt. Ihre Persönlichkeiten wurden von der Autorin gut in Szene gesetzt und man kann sich in sie hineinversetzen. Die teilweise ungerechte Inhaftierung von Sybille trieb mich manchmal wirklich in den Wahnsinn. Trotzdem wird sie als starke Frau dargestellt, welche trotz vieler schlimmmer Ereignisse auf den Beinen bleibt und nach der Wahrheit forscht.

Ihr Anwalt Ullrich Henke war mir von Anfang an sehr unsympathisch, ja er kam richtig schleimig rüber. Ich wurde mit diesem Protagonisten nicht warm und hatte am Schluß auch kein Mitleid mit ihm.

Auch die anderen Nebencharakteren, wie z.B. Sybilles beste Freundin Gabi und die Mutter von ihr, werden detailgerecht und liebevoll beschrieben. Von den Locations erfährt man auch sehr viel und genau, was zu einem noch besseren Vorstellungsbild führt. Im Großen und Ganzen fand ich „Der 7. Tag“ absolut spannend und interessant und kann ihn jeden nur ans Herz legen, der gute Krimis mag und versteht.

Cover
Das Cover ist in rot-weiß-schwarz gehalten. Ein blutiges Messer ist darauf abgebildet, welches sehr gut zum Krimi selber passt. Ansonsten schlicht und einfach, aber ansprechend.

Fazit
„Der 7. Tag“ hat mich sehr gut unterhalten. Das Buch ist spannend und interessant zu lesen und ich kann es nur weiter empfehlen. Es erhält von mir 4 von 5 Buchherzen.

 

Vielen Dank an Frau Plessow vom Buch Contact für die Bereitstellung dieses Leseexemplares.

Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Ihre zweite Karriere begann im Sommer 2012: Unter dem Pseudonym Nika Lubitsch stellte die Berlinerin, bisher erfolgreiche Autorin von traditionell verlegten Sachbüchern, 27 Kurzgeschichten als E-Book ein, um die neuen Möglichkeiten von KDP einmal auszuprobieren. "Strandglut - 27 Short(s) Stories" war so erfolgreich, dass sie bereits einen Monat später einen Kriminalroman aus den dunkelsten Tiefen ihrer Festplatte zog, abstaubte und hochlud. Fünf Tage nach einer Gratisaktion hatte sie damit den Kindle-Olymp erklommen und die Jahresbestseller "Shades of Grey" auf die Plätze verwiesen. Über fünf Monate hielt sich "Der 7. Tag" ganz oben auf der Kindle-Bestsellerliste. Das Manuskript war von allen großen Verlagen abgelehnt worden. Mit "Das 5. Gebot" legt Nika Lubitsch ihren zweiten Krimi vor, welcher auch schon als Taschenbuch erhältlich ist. 

Kommentare:

  1. Es stellt sich die Frage, warum niemand in den Verlagen, die das Manuskript von "Der 7. Tag" abgelehnt haben, das Potential dieses Kriminalromans erkannt hat.

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    1. Das habe ich mich auch schon gefragt, eigentlich schade....

      Lg. Heike

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