Mittwoch, 6. März 2013

*Rezension* Das alte Kind - Zoe Beck


Titel: Das alte Kind
Autor: Zoe Beck
ISBN:  978-3404164431
Seiten: 304
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 7,99 €
Inhalt
Durch eine Krankheit gezeichnet, muß Carla für einige Tage in ein Krankenhaus. Da sie noch kein Kindermädchen für ihre 6 monatige Tochter hat, nimmt sie es mit. Nach wenigen Tagen, bringt ihr die Schwester Felicitas wieder, da diese isoliert von ihr wurde. Dies stellt sich als absolut schrecklich heraus. Carla ist fest davon überzeugt, das dieses Baby nicht ihre Tochter ist. Leider will ihr niemand glauben. So beginnt für Carla der Alptraum ihres Lebens....

Meinung
„Das alte Kind“ ist mein erstes Buch von Zoe Beck und der Klappentext hat mich gleich neugierig darauf gemacht. Das ich ja sowieso gerne Thriller lese, mußte ich es unbedingt haben und machte mich sogleich ans Lesen. Eins möchte ich aber jetzt schon bemerken, für mich war dies kein typischer Thriller, sondern eher ein extremes Familiendrama, was aber nicht negatives war.

Ich kam ganz gut in die Geschichte hinein und die Spannung stiegt stetig an. Emotionen und Gefühle wurden von der Autorin sehr genau und real dargestellt, man kann mit den Charakteren mitfiebern und mitleiden. Der Schreibstil ist eher einfach und flüssig gehalten, die 301 Seiten hatte ich ziemlich schnell durch, was auch daran lang, das ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte. Aufgelockert wurde das Ganze auch noch durch die verschiedenen Briefe im Buch, die grau hinterlegt sind und durch eine andere Schrift hervorstechen.

Die Handlung besteht aus zwei Strängen, einmal aus Sicht von Carla, die fest davon überzeugt ist, das ihr Kind im Krankenhaus vertauscht wurde und dann noch aus Sicht von Fiona, die ein absolut chaotisches Leben führt, nichts auf die Reihe bringt und einen Selbstmordversuch hinter sich hat. Es wird im Zeitraffer von 30 Jahren Unterschied beschrieben. Beide sind dadurch verbunden, das ihnen niemand ihre Geschichten glaubt und sie beide für verrückt erklärt und sogar in eine Psychatrie eingewiesen werden. Am meisten hat mich fasziniert, wie echt die Protagonisten rübergekommen sind. Beide durchaus sympatisch, mit einem Hang zum Chaos. Gegen Ende stellt sich dann aber heraus, das Carlas und Fionas Leben miteinander verbunden ist. Ich hätte da dann sogar noch etwas mehr von beiden erfahren mögen.

Cover
Auf den ersten Blick sieht das Cover etwas unscheinbar aus. Der größte Teil ein weisser Hintergrund, darauf zweifarbig der Titel und die Autorin, wobei der Name der Autorin noch herausgeprägt wurde. Ziemlich in der rechten unteren Ecke dann noch ein Schaukelpferd. Ganz gut gelungen, aber nichts Weltbewegendes.

Fazit
„Das alte Kind“ ist ein spannender und emotionaler „Thriller“, der absolut lesenswert ist. Vorallem für Leute, die auch mal ganz ohne Blut und Mord auskommen, trotzdem aber spannende Lektüre lieben. Er erhält von mir 4 von 5 Buchherzen.


Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Zoë Beck, geboren 1975, wuchs zweisprachig auf und pendelt zwischen Großbritannien und Deutschland.
Ihre große Liebe neben der Literatur ist die Musik: Mit drei Jahren begann sie, Klavier zu spielen, gewann bald darauf diverse Wettbewerbe und gab zahlreiche Konzerte.
Heute arbeitet sie als freie Autorin, Redakteurin und Übersetzerin.
2010 erhielt sie den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte "Bester Kurzkrimi".


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