Freitag, 29. März 2013

Rezension: Der Fluch der Feuerfrau - Susan Carroll




 Titel: Der Fluch der Feuerfrau
Autorin: Susan Carroll
Seiten: 427
Verlag: Droemer Knaur
Preis: ?
Ersterscheinung: 2001
Reihe: Nein






Inhalt:
Cornwell im 18. Jahrhundert:

Anatole St. Leger ist das Oberhaupt einer ungewöhnlichen Familie. Die meisten Familienmitglieder besitzen irgendwelche übersinnlichen Fähigkeiten und auch ein Weiterleben als Geist stellt keine Seltenheit dar. Außerdem wird den St. Legers nachgesagt, dass sie nur dann in einer Ehe glücklich sind, wenn bestimmte Brautsucher ihnen die richtige Braut suchen. Auch wenn Anatole nicht glücklich damit ist, schickt er den alten Reverend Fitzleger aus ihm seine Braut zu suchen. Jedoch ist Madeleine ganz anders wie erwartet und auch ihre Vorstellungen von ihrem Gatten lösen sich bereits beim ersten Zusammentreffen in Luft auf. So steht die Ehe von Anfang an unter keinem guten Stern, vor allem da Anatole in der ständigen Angst lebt, dass seine Frau von seinen abnormen Fähigkeiten erfahren und sich dann von ihm abwenden könnte. Auch wenn sich die beiden bald besser kennenlernen und Gefühle füreinander entwickeln, braut sich um sie herum ein gefährlicher Hinterhalt zusammen.

Meinung:
Bei „Der Fluch der Feuerfrau“ handelt es sich um eine mit Fantasyelementen angehauchte historische Liebesgeschichte. Auch wenn die Liebesgeschichte selbst vielen anderen ähnelt, ist das Buch doch spannend und lesenswert. Die beiden Protagonisten haben ziemlich unterschiedliche Vorstellungen voneinander und sehnen sich doch nur nach Liebe.  Jedoch wird ihre Beziehung durch ständige Missverständnisse  geprägt und verkompliziert. Langsam, aber sicher kommen sich die beiden doch näher und Madeleine erkennt, dass sich hinter der rauen Schale von Anatole ein liebevoller und sanftmütiger Mann mit einer schrecklichen Kindheit verbirgt. Diese Entwicklung der Charaktere und auch der Liebesbeziehung ist nachvollziehbar und glaubhaft beschrieben. Dabei sind sowohl Anatole, als auch Madeleine sofort sympathisch und wachsen dem Leser ans Herz. Und auch wenn der Leser über diese Missverständnisse oft den Kopf schütteln möchte, erkennt man Situationen wieder, die man selbst erlebt hat und die man auch vermeiden hätte können, wenn man ehrlich miteinander gesprochen hätte.

Auch wenn das Hauptaugenmerk des Buches auf der Liebesgeschichte liegt, wird sie dennoch durch die interessante Nebenhandlung aufgepeppt. Die verschiedenen Fähigkeiten der St. Leger Familie und auch die Hintergründe der Familiengeschichte werden interessant, wenn auch für mich leider etwas zu oberflächlich, dargestellt. Hier hätte ich gerne noch etwas genauere Informationen erhalten. 

Ebenso ist bei solchen Büchern das Ende meist offensichtlich, dennoch konnte mich die Autorin mit einer unvorhergesehenen Wendung überraschen, die mich kurz an dem von mir erwarteten Ende zweifeln lies.
Der Roman ist eher einfach, aber wirklich flüssig geschrieben. Der Autorin gelingt es dabei auch Emotionen mit ihren Worten zu transportieren. So kann der Leser die Sehnsucht nach Liebe, die Enttäuschung über die falschen Vorstellungen, oder die Schrecken der grausamen Kindheit nachvollziehen.

Fazit:
Eine historische Liebesgeschichte, die sich durch kleinere Besonderheiten von anderen Vertretern dieses Genres etwas abheben und den Leser gut unterhalten kann. Es sollte klar sein, dass es sich hierbei  nicht um hochtragende Literatur handelt, jedoch hat es mir einige schöne und kurzweilige Lesestunden geschenkt, weswegen ich am Ende 4 Buchherzen vergebe.


Infos über die Autorin: (Quelle: Wikipedia)
Susann Carroll, mit bürgerlichem Namen Susan Carol Cute, wurde 1952 in den USA geboren. Seit 1986 veröffentlicht sie ihre Bücher unter 3 verschiedenen Psyeudonymen, nämlich Susann Carroll, Susann Richards und Susann Coppula. Sie hat 2 Kinder und lebt in Rock Island, Illinois.

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