Donnerstag, 26. Dezember 2013

*Rezenison* Und dann kam das Wasser - Dagmar Isabell Schmidbauer


Titel: Und dann kam das Wasser
Autor: Dagmar Isabell Schmidbauer
ISBN:  978-3943395020
Seiten: 395
Verlag: Renumero
Ersterscheinung: 4. November 2013
Preis: 12,80 €  broschiert

Kurzbeschreibung
Passau im Ausnahmezustand! Die Stadt am Dreiländereck wird nach über 500 Jahren vom gewaltigsten Hochwasser der Geschichte heimgesucht. Gleich drei Flüsse überfluten die wie auf einer Insel gelegene Altstadt. Doch damit nicht genug. Kommissarin Franziska Steinbacher und
ihr Kollege Hannes Hollermann finden einen Toten in einem verlassenen Häuschen an der Ortsspitze von Passau, der zuvor ordentlich verpackt wurde. Bevor die Polizei die Leiche jedoch bergen kann, kommt das Wasser: Viel zu früh und viel zu schnell. Widerstrebend müssen sie den Toten in den Fluten von Donau und Inn zurücklassen. Während das Wasser aber weiterhin steigt und damit wichtige Beweise vernichtet werden, taucht plötzlich eine weitere Leiche auf; eine Frau fällt aus einem Fenster der neuen Mitte, aus Passaus höchstem Gebäude. Oder wurde sie vielleicht
gestoßen?

Meinung
Dies ist nun schon der 3. Teil der Passau Krimis rund um Steinbacher und Hollermann. Da ich die Vorgänger gelesen habe, war ich ganz gespannt, wie diese Geschichte nun diesmal sein würde. Noch vornweg gesagt, man muß „Die Marionette des Teufels“ und „Der Tote vom Oberhaus“ nicht gelesen haben, da es sich immer um abgeschlossene Krimis handelt.

Diesmal spielt das Hochwasser in Passau eine Rolle. Eine männliche Leiche wird entdeckt, kann aber nicht geborgen werden, da das Hochwasser immer mehr steigt. Als sich dann auch noch eine Frau aus einem Fenster stürzt, stellen sich den beiden Kommissaren immer mehr Fragen, und eine Lösung ist noch lange nicht in Sicht. Die Geschichte selbst ist in mehrere Handlungsstränge aufgeteilt, und nimmt rasant an Fahrt an. Spannung darf natürlich auch nicht fehlen. Diese baut sich stetig auf und ich fieberte dem Geschehen mit. Auch wußte ich bis zum Schluß nicht, wer der Mörder wirklich war, die Puzzleteile fügten sich erst in den letzten paar Seiten zusammen.

Sehr einfühlsam beschreibt die Autorin die damals aktuelle Thematik und verbindet sie sehr gekonnt mit einem Krimi. Ich konnte mir sehr bildlich alles vorstellen, war schockiert und hatte zeitweise sogar das Gefühl, den Schlamm zu richen. Auch die Personen wurden sehr detailgerecht bearbeitet und facettenreich dargestellt. Sie kamen alle sehr sympathisch rüber, und die manchmal eingefügten bayrischen Worte, waren etwas besonderes.

Der Schreibstil ist wieder einmal einfach und flüssig, das Buch war schnell durch und ich bin schon ganz gespannt, wann der nächste Teil kommt. Diesen werde ich auf jeden Fall wieder verschlingen. Was ich noch ganz toll fand, war die Karte von der Altstadt von Passau am Anfang des Buches. Somit konnte ich mich noch genauer hineinversetzen und wußte auch ungefähr, wo sich alles befand.

Cover
Diesmal ist es in schwarz/blau gehalten. Sandsäcke und eine Frau bilden den Hauptteil davon. Der blaue Kreis ist wieder erhöht und sieht aus wie Lack. Gefällt mir gut.

Fazit
„Und dann kam das Wasser“ ist ein spannender, gut recherchierter Krimi, der diesmal ein brisantes Thema, die Hochwasserflut, behandelt. Gekonnt und genau verarbeitet, wird dieses Buch zu einem absoluten Lesemuß. Es bekommt von mir 4 von 5 Buchherzen und eine klare Leseempfehlung. 


Vielen Dank an den Buch Contact, dem Verlag und Frau Schmidbauer.

Infos zur Autorin: (Quelle Klappentext)
Dagmar Isabell Schmidbauer lebt und arbeitet als Journalistin und Krimiautorin in der wunderschönen Dreiflüssestadt Passau. Mehr über die Autorin und ihre Bücher erfahren Sie unter www.dagmar-schmidbauer.de


1 Kommentar:

  1. Das Hochwasser ist natürlich schon ein brisantes Thema. Aber auch das 'Thema Frauenhandel hat die Autorin gut umgesetzt und alles zu einem spannenden Krimi verarbeitet.

    AntwortenLöschen