Montag, 16. Dezember 2013

*Rezension* Hanseatenmord - Stella Michels


Titel: Hanseatenmord
Autor: Stella Michels
ISBN: 978-3862822430
Seiten: 204
Verlag: Acabus
Ersterscheinung: 7. Oktober 2013
Preis: 11,90 €  Broschiert
 

Kurzbeschreibung
Eine Tote inmitten eines zuckenden Gewimmels von Fischen und Schalentieren: Fischer ziehen eine Leiche aus der Ostsee vor der Flensburger Förde. War es Selbstmord oder hat jemand die unbekannte Schönheit über Bord geworfen? Die Spuren führen die Kommissare Frieder Westermann aus Flensburg und Anna Thomsen aus Husum in die Hansestädte Hamburg und Bremen sowie an die beliebte deutsche und dänische Ostseeküste. Dabei stoßen sie auf Erpressung, Ehebruch und enorm viel Geld und ganz nebenbei auch auf die ganz große Liebe. Auf der fesselnden Suche nach dem Mörder geben die Ermittler sich kulinarischen und auch anderen Sinnesfreuden hin: Frieder und Anna lieben sich, kochen, segeln in der Dänischen Südsee und erfreuen sich an der Schönheit der Natur. Doch zwischen Flensburg und Apenrade, zwischen Husumer Krabbensuppe und dänischen Hotdogs, stellt sich die alles entscheidende Frage: Morden Hanseaten so kaltblütig? Hanseaten-Mord verbindet die mitreißende Spannung eines ungewöhnlichen Kriminalfalls mit der relaxten Atmosphäre einer gelungenen Urlaubsreise an die norddeutsche Küste.

Meinung
Ja, nachdem ich eigentlich nur gute Rezensionen über diesen Krimi gelesen hatte, bin ich schon etwas enttäuscht. Das Buch war zwar gut, konnte meine Ansprüche aber leider nicht abdecken. Mir fehlte einfach die Spannung und ich muß sagen Mordfall und so dahinplätschernde Liebesgeschichte, über dies liest man ja öfters.

Die Charkateren wurden zwar ganz gut ausgearbeitet und haben sich im Laufe der Geschichte auch weiterentwickelt, aber mir fehlte das gewisse Extra, der „persönliche“ Bezug, sodass ich mich nicht richtig in die Personen hineinversetzen konnte.

Der Schreibstil war einfach und flüssig, trotzdem war der Krimi teilweise sehr langatmig und ich brauchte für die 205 Seiten, für meine Verhältnisse, ziemlich lange. Auch machten mir am Anfang die zeitlichen Abläufe in den verschiedenen Städten so ziemlich Probleme. Es wurde mit der Zeit besser, da ich doch etwas mit der Geschichte mich verbunden fühlte.

Überwältigend bildlich dargestellt wurde die Landschaft und Orte. Ich konnte mir vorallem ganz toll die Ausblicke in den Häfen vorstellen. Bildgewaltiger geht es nicht. Sehr gut. Auch positiv bewerten kann ich die Rezepte am Ende der Geschichte. Ganz einfach gehalten und für jedermann zum Nachkochen. Mit dem Ende bin ich nicht so ganz zurfrieden, es war einfach von Anfang an vorhersehbar und den Mörder hatte ich auch gleich für mich entdeckt.

Cover
Das Cover ist schlicht und einfach und passt bildlich, farblich und dem Text nach exakt zum Buch.

Fazit
„Hanseatenmord“ ist ein facettenreicher und gut dargestellter Krimi, aus dem man weitaus mehr herausholen hätte können. Leider hat er nicht so meinen Geschmack getroffen, er war mir einfach etwas zu fade. Er erhält von mir 2 von 5 Buchherzen.


Vielen Dank an den Acabus Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplares.

Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Stella Michels wurde 1959 in Bremen geboren und ist in der Hansestadt an der Weser aufgewachsen und zur Schule gegangen. Sie ist ausgebildete Bürokauffrau, arbeitet in Bremen und lebt mit ihrem Mann im niedersächsischen Syke. Als Teenager wurde die Autorin mit dem Segelvirus infiziert; sie hat auf der Weser und Nordsee das Segeln von ihrem Vater gelernt. Ende der 90er Jahre nach einer riskanten neurologischen Operation entdeckte die Autorin das Schreiben für sich; bald wurde der heimische Schreibplatz zum Lieblingsplatz und einer Oase der Ent-Spannung. Stella Michels veröffentlicht Artikel zu kulinarischen Themen sowie touristisch ausgerichtete Texte über die Region zwischen der Oberweser und der Nordseeküste. Dass Stella Michels gerne und gut kocht, spürt der Leser im Hanseaten-Mord, dem ersten Roman der hanseatischen Autorin.

Kommentare:

  1. Hallo Heike,

    hab etwas Mitleid mit den Hanseaten...das sind nicht so Aktionmündel wie die Bayern, hihi andere , würde ich mal sagen...hihi.

    Im Norden geht es etwas langsam zu. Mir hat die Geschichte trotzdem gut gefallen, weil kompakt und mit 204 Seite für Leute wie mich die eigentlich nicht unbedingt Krimis lesen ..eine nette Sache ..schön übersichtlich.

    Auch fand ich die Kochrezepte am Ende noch ganz schmackhaft und interessant.

    LG..Karin..

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    1. Hallo Karin,

      wahrscheinlich bin ich da schon so verwöhnt und viele Krimis lese und daher schon eher auf "härtere" Sachen stehe.....

      Lg. Heike

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